Intero … was? Interozeption bedeutet Innenschau. Du nimmst Eindrücke und Erfahrungen nicht nur aus der Außenwelt auf und wahr, sondern bist auch in der Lage, Informationen aus und über deinen Körper und Geist aufzunehmen und zu verwerten. Man könnte Interozeption ganz weit herunterbrechen und ganz simpel vom Bauchgefühl sprechen. Wie oft hast du schon auf deinen Bauch gehört? Wie oft hast du schon gedacht: hätte ich doch mal auf meinen Bauch gehört! Sich auf dieses, etwas diffuse Gefühl zu verlassen, erfordert Wachsamkeit, Präsenz und Wille. Du musst dich selbst gut kennen und die Klarheit und den Mut haben, auf dich selbst zu vertrauen. Ich spreche von einem diffusen Gefühl, da es nicht mit dem sogenannten gesunden Menschenverstand klärbar und abzuwägen ist. Es ist vielmehr das Unbewusste. Du hast das schon oft erlebt, plötzlich eine tiefe Einsicht gehabt, eine tiefe Klarheit erlebt. Das ist das Unbewusste. Damit kannst du dich verbinden, indem du zunächst lernst, deinen Körper zu spüren und wahrzunehmen, um dich dann mit deinem Geist zu verbinden und wahrzunehmen. Im Breathwork verbinden wir uns mit Körper und Geist, in der Meditation manifestieren und stärken wir diese Verbindung. Und auch im Yoga Nidra sind Körper und Geist fest verbunden, Klarheit, Kreativität und die Fähigkeit, die Energie in deinem Körper zirkulieren zu lassen werden gestärkt.
Auf der Website der Universität Trier, kannst du eine wissenschaftlich fundierte Definition der Introzeption nachlesen*:
„Unter Interozeption versteht man den Prozess, mit dem das Nervensystem Signale vom Körperinneren wahrnimmt, interpretiert und integriert. Dieser Prozess liefert unserem Gehirn Informationen über den Zustand unseres Körperinneren, z.B. unseres Herzschlags, unserer Temperatur etc. Interozeption umfasst nicht nur die afferente Weiterleitung von Signalen aus dem Körperinneren. Tatsächlich nimmt man heute an, dass unser Gehirn diese Signale bewusst integriert, indem es Informationen aus dem Körperinneren wahrnimmt und diese Empfindungen unter der Berücksichtigung von vorherigen Erfahrungen interpretiert. Kognitive und emotionale Prozesse spielen daher bei der Interozeption eine zentrale Rolle.“
Während und durch die Praxis des Breathwork und der Mediation nehmen wir nicht nur die Außenwelt besser und bewusster wahr, sondern auch unsere Innenwelt. Wir lernen, diese Wahrnehmung zu einer starken und dauerhaften zu machen.
Deine interozeptive Wahrnehmung erfordert und fördert ein erhöhtes Bewusstsein von Körper und Geist. Das ist die sogenannte Top-Down-Kontrolle, die einen willentlichen Einfluss auf alle Körpersysteme ermöglicht. Der Geist beeinflusst den Körper. Wir kennen das vom Phänomen, dass viele körperliche Beschwerden psychosomatisch bedingt sind. Und nun stell dir vor, du hast die Kontrolle über deinen Geist, du lebst mehr Wachsamkeit und Präsenz, dein Selbstvertrauen ist hoch. Was passiert? Genau, du erlebst weniger Stress (ich habe nicht gesagt „du hast weniger Stress“!) und machst dir weniger Sorgen (Stichwort: Klarheit). Infolge dessen erfährst du eine bessere Gesundheit, mehr Glück, mehr Stärke, mental, wie physisch!
Wenn du dich nun auf diesem Level bewegst, kannst du dich mit Leichtigkeit von positivem Denken und deiner positiven Energie leiten lassen. Das Schöne daran: dieses positive Denken, diese positive Energie strahlt aus. Sie strahlt aus auf deine Umwelt, deine Mitmenschen.
Breathwork und Meditation sensibilisieren dich, deinen Fokus auf bestimmte Körperteile zu setzen. Du wirst in bestimmte Körperregionen und -teile atmen können, um ebendort Blockaden und Dysbalancen zu lösen und die entsprechende Körperfunktion wieder in Balance bringen. So unterstützt du Heilprozesse und stärkst Körper und Geist, so dass Krankheiten erst gar keine Chance haben! Aber Vorsicht: Breathwork und Meditation heilen nicht. Diese Praktiken unterstützen Heilung und Gesundheit!
Vielleicht ist dieser Aspekt am einfachsten so zu erklären: Das Immunsystem ist ein Sinn des Menschen. Unser Hirn, sowie unser Immunsystem interagieren bei Krankheiten, aber auch, wenn du gesund bist. Die Rolle des Immunsystem ist es, Mikroorganismen wahrzunehmen und das Gehirn mit Informationen über diese Mikroorganismen zukommen zu versorgen. Bist du also sensibilisiert, diese Informationen entsprechend früh zu erkennen, kannst du entsprechend reagieren. Diese Sensibilisierung erreichen wir unter anderem mit der Meditation. Die Atemarbeit, das Breathwork hilft, Dysbalancen früh zu erkennen, bzw. diese erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Breathwork triggert deine Biochemie. Das heißt, dass du das Gleichgewicht deiner Biochemie steuern kannst, wenn du weißt, wie man richtig atmet und welche Atemübungen man wie und wo einsetzt.
Du hälst deine innere Harmonie aufrecht, schaffst Ruhe, Fokus und Aufmerksamkeit, rückst das Unbewusste ins Bewusstsein. Dies mit Hilfe der Meditation. So er-/lebst du Stärke, Glück und Gesundheit. Deine Willenskraft stärkst du dadurch, dass deine tiefsten Hirnareale für dich zugänglich werden. Du dringst in deinen Geist vor. Ist die Willenskraft erst einmal entwickelt, bist du in der Lage, all deine Fähigkeiten zu nutzen und auch zu verbessern. Dein Potenzial schöpfst du so vollkommen aus.
Willenskraft kombiniert und unterstützt durch deine Lebensenergie und Freude schafft Selbstvertrauen, Fokus auf das dir Wichtige. Du verfolgst dein Tun mit Konzentration und Klarheit.
Lass dich von dir selbst leiten!
Um diesen Zustand, dieses Level zu erreichen benötigst du Ruhe, um die erforderlichen neuronalen Aktivitäten auszulösen. Du bewegst dich vom Außen zum Innen, schaffts mit dem Breathwork und der Meditation einen ruhigen Körper, die Basis für einen ruhigen Geist. So gelangst du zum inneren Bewusstsein.
Bewusstsein schafft Klarheit. Klarheit über Stress, Krankheiten und Dysbalancen, aber auch Klarheit, was schon in Balance ist (halte diese Balance!), positivem von negativem Stress zu unterscheiden (Positives stärkt!)
*Quelle: